Leistungen / Wo der Auftrag hängen bleibt

Auftrags­erfassung automatisieren: Bestellungen landen geprüft im ERP

Automatisierte Auftragserfassung liest Bestellungen aus E-Mail, PDF oder Kundenportal, prüft sie gegen Ihren Kunden- und Artikelstamm und legt sie als Auftrag im ERP an. Für Großhandel, Industrie und Handel ab etwa zehn Mitarbeitenden, deren Innendienst Bestellpositionen heute von Hand überträgt. Ihr Team bearbeitet nur noch die Fälle, die von der Regel abweichen.

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Mittelständler, die uns vertrauen

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IW Köln, 2025

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KfW Research Nr. 495, 2025

Wo der Auftrag hängen bleibt

Warum Bestellungen im Innendienst liegen bleiben, obwohl sie digital ankommen

Die Bestellung kommt als PDF, und trotzdem tippt jemand Kundennummer, Artikel und Menge ab. Nicht weil Ihr Innendienst langsam ist. Zwischen Postfach und ERP fehlt schlicht ein Weg, der ohne Hände auskommt.

Heute

jeder Pfeil ist eine Übergabe von Hand

  1. Eingang
  2. Abtippen
  3. Rückfrage
  4. Freigabe
  5. SAP

Mit Automatik

eine Freigabe, der Rest läuft

  1. Eingang
  2. Automatik: Eingang aus allen Kanälen
  3. Freigabe: Ihr Team
  4. SAP

Ausnahmen und unklare Fälle bleiben bei einem Menschen, mit Begründung im Protokoll.

  1. Jede Bestellung sieht anders aus

    Der eine Kunde schickt sein eigenes Bestellformular, der nächste eine Excel-Liste, der dritte drei Zeilen Freitext in der Mail. Oft steht dort seine Artikelnummer, nicht Ihre. Eine starre Vorlage scheitert genau an dieser Vielfalt.

  2. Abtippen bindet die Leute, die Ihre Kunden kennen

    Wer Positionen überträgt, klärt in dieser Zeit keinen Liefertermin und ruft keinen Kunden zurück. Der Innendienst ist das Wissen Ihres Hauses über Kunden und Artikel. Er sollte nicht das Kopierwerkzeug zwischen Mail und ERP sein.

  3. Fehler fallen erst beim Kunden auf

    Ein Zahlendreher in der Menge, ein alter Preis, die falsche Lieferadresse. Bemerkt wird das beim Kommissionieren, auf dem Lieferschein oder in der Reklamation. Dann kostet es ein Vielfaches der Minute, die beim Erfassen gefehlt hat.

02 / Was wir übernehmen

Was wir aufbauen: vom Posteingang bis zur Auftragsbestätigung

Automatisierte Auftragserfassung ist eine Kette aus sechs Gliedern. Jedes Glied richten wir nach Ihren Regeln, Ihren Stammdaten und Ihrem ERP ein. Ihr Team arbeitet weiter in den gewohnten Systemen.

Eingang aus allen Kanälen

Sammelpostfach, Anhänge, Downloads aus Kundenportalen und eingescannte Faxe laufen in eine Strecke. Zuerst wird erkannt, was hereinkommt: neue Bestellung, Änderung, Storno oder doch eine Preisanfrage. Anfragen gehen an die Angebotserstellung, nicht in den Auftrag.

Auslesen mit Dokumenten-KI

Ein Sprachmodell liest Kunde, Bestellnummer, Positionen, Mengen, Einheiten, Preise, Wunschtermin und Lieferadresse. Auch aus Freitext und aus Formularen, die es vorher nie gesehen hat. Jeder gelesene Wert behält den Verweis auf die Stelle im Original.

Abgleich mit Ihren Stammdaten

Feste Regeln prüfen, ob die gelesenen Werte stimmen können. Kundenartikelnummern werden über eine Zuordnungstabelle in Ihre Artikelnummern übersetzt. Preise laufen gegen Preisliste oder Rahmenvertrag, Adressen gegen den Kundenstamm, Mengen gegen Verpackungseinheiten.

Auftrag im ERP anlegen

Passt alles, entsteht der Auftrag im ERP, je nach Wunsch direkt oder als Entwurf zur Freigabe. Die Original-Bestellung hängt unverändert am Vorgang. So sieht jeder später, was der Kunde wirklich bestellt hat.

Klärfall mit Begründung

Unbekannter Artikel, Preis weicht ab, Termin nicht machbar: Solche Fälle gehen an die zuständige Person im Innendienst. Die strittige Stelle ist markiert, ein Vorschlag liegt bei. Nichts wird geraten und nichts still angelegt.

Auftragsbestätigung und Rückmeldung

Die Auftragsbestätigung kommt wie gewohnt aus Ihrem ERP. Weicht etwas ab, etwa bei Teillieferung oder späterem Termin, liegt die Mail an den Kunden als Entwurf bereit. Ihr Team gibt sie frei.

03 / Ablauf

So läuft die Einführung, und was Ihr Team dafür tun muss

  1. Schritt 1

    Prozess-Audit, 30 Minuten

    Sie beschreiben, wie eine Bestellung heute durch Ihr Haus läuft: Kanäle, Formate, ERP, Sonderfälle. Am Ende des Gesprächs wissen Sie, ob sich die Automatisierung bei Ihnen rechnet und wo der Hebel liegt. Kein Vertrag, keine Unterlagen nötig.

    Ihr Anteil
    Ein Gespräch, ohne Vorbereitung

  2. Schritt 2

    Beispielbestellungen und Regelwerk

    Wir sichten echte Bestellungen der letzten Monate, die schwierigen eingeschlossen. Mit der Person, die heute erfasst, schreiben wir die Regeln in Klartext auf: Zuordnungen, Toleranzen, wer freigibt. In diesem Schritt wird der Vertrag zur Auftragsverarbeitung unterschrieben.

    Ihr Anteil
    Beispielbestellungen und Gespräche mit Ihrem Innendienst

  3. Schritt 3

    Aufbau und Parallelbetrieb

    Wir binden Postfach und ERP an und lassen die Strecke neben dem bisherigen Weg laufen. Die Automatik erzeugt nur Entwürfe, Ihr Team vergleicht sie mit den eigenen Aufträgen. Erst wenn die Entwürfe stimmen, legt die Strecke Aufträge selbst an.

    Ihr Anteil
    Entwürfe prüfen und Abweichungen melden

  4. Schritt 4

    Betrieb und Pflege

    Die Strecke läuft, Ihr Team bearbeitet die Klärfälle. Neue Kunden, neue Formate und geänderte Preise pflegen wir ein. Sie haben einen Ansprechpartner, der Ihre Strecke kennt.

    Ihr Anteil
    Klärfälle bearbeiten, Änderungen melden

REFERENZEN

Betriebe, die mit uns arbeiten, in eigenen Worten

Schnelle Umsetzung, ein Ansprechpartner, der auch baut, und Abläufe, die im Alltag halten.

SOZIALWESEN
Absolute Empfehlung! Professionalität zieht sich durch jeden Bereich: von der strategischen Planung bis zur kreativen Umsetzung. Besonders hervorzuheben ist die extrem schnelle Reaktionszeit. Alle Maßnahmen waren zielgerichtet, modern und haben sofort Wirkung gezeigt.
Rafael SommerfeldRegionalleiter · Hilfswerk
E-COMMERCE
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Jan-Eric ReinhardMitglied der Geschäftsleitung · Delta Sport Group
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Weber Media arbeitet sehr strukturiert und dienstleistungsorientiert und steht immer beratend zur Seite. Aufträge, Wünsche und Ideen werden schnellstmöglich umgesetzt — auch bei kurzfristigen Anfragen. Die Zusammenarbeit findet auf Augenhöhe statt.
Lisa-Marie HohnsbehnLeitung Recruiting & Personalmarketing · BAT Agrar GmbH & Co. KG
AUTOMOBIL
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Ann-Carolin KoschareMarketing · Autohaus Meyer GmbH
INDUSTRIE
Die Zusammenarbeit hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir schätzen die partnerschaftliche Herangehensweise und die Fähigkeit, auf Veränderungen schnell zu reagieren und kontinuierlich neue, kreative Ideen einzubringen.
Evgenia AlmaiPersonalwesen / Lohnbuchhaltung · Lantzerath Gruppe
04 / Anbindung

Ihr ERP bleibt, die Erfassung kommt dazu

  • SAP
  • proALPHA und abas
  • Microsoft Dynamics 365 Business Central
  • Microsoft 365 und Outlook
  • Kundenportale und Excel-Listen
  • EDI

Aufträge entstehen dort, wo Ihr Team sie heute anlegt. Welche Schnittstelle Ihr Stand bietet, prüfen wir im Audit.

05 / Was Entscheider uns fragen

„„Unsere Kunden bestellen viel zu unterschiedlich.““

Genau deshalb hat Vorlagen-Erkennung bei Ihnen bisher nicht getragen: Sie braucht je Layout eine eigene Vorlage. Eine Dokumenten-KI liest die Bedeutung, nicht die Position auf dem Blatt. Der Abgleich mit Ihren Stammdaten prüft danach, ob das Gelesene stimmen kann. Vielfalt ist hier der Grund für die Automatik, nicht das Hindernis.

„„Wenn die Automatik einen falschen Auftrag anlegt, liefern wir falsch.““

Deshalb legt sie im Parallelbetrieb gar keine Aufträge an, sondern nur Entwürfe. Später entstehen Aufträge nur dann selbst, wenn jede Prüfung bestanden ist. Alles andere geht als Klärfall an Ihr Team. Jeder Schritt steht im Protokoll, mit dem Wert aus dem Original daneben.

„„Unser ERP ist alt und stark angepasst.““

Das ist im Mittelstand die Regel, nicht die Ausnahme. Es gibt drei Wege hinein: eine Schnittstelle, ein Importformat oder die Erfassungsmaske, die Ihr Team heute benutzt. Welcher bei Ihnen trägt, klären wir im Audit. Ihr ERP wird dafür nicht ausgetauscht.

Gut zu wissen

Was Sie über automatisierte Auftragserfassung wissen sollten

Was ist automatisierte Auftragserfassung?

Automatisierte Auftragserfassung ist ein Ablauf, der eingehende Bestellungen ohne manuelle Dateneingabe ausliest, prüft und als Auftrag im ERP anlegt. Der Mensch bleibt an zwei Stellen beteiligt: bei Abweichungen von der Regel und bei Entscheidungen, die Kulanz oder Kapazität betreffen. Der Unterschied zur klassischen Texterkennung liegt im Verstehen. Texterkennung liefert Zeichen, eine Dokumenten-KI liefert Felder mit Bedeutung: Das ist die Menge, das die Einheit, das der Wunschtermin. Wie das technisch funktioniert, erklärt der Ratgeber Dokumenten-KI (IDP).

Auftragserfassung mit KI oder mit festen Regeln?

Beides, an verschiedenen Stellen. Strukturierte Bestellungen, etwa per EDI oder als feste Excel-Liste eines Großkunden, laufen über Regeln. Das ist schneller, günstiger und vollständig nachvollziehbar. KI braucht es dort, wo Bestellungen als PDF, Scan oder Freitext ankommen. Die Prüfung danach folgt wieder festen Regeln: Stammdaten, Preise, Toleranzen. Diese Arbeitsteilung beschreibt die Seite KI-Prozessautomatisierung. Den Methodenvergleich liefert der Ratgeber RPA gegen KI-Automatisierung.

Was gilt für die Aufbewahrung der Bestellung?

Eine Bestellung, die ein Handelsgeschäft betrifft, ist ein empfangener Handelsbrief. § 257 HGB verpflichtet Kaufleute, empfangene Handelsbriefe sechs Jahre aufzubewahren, Buchungsbelege acht Jahre (Stand der Norm: gesetze-im-internet.de, abgerufen 26.10.2026). Elektronisch aufbewahrte Wiedergaben müssen mit dem Original bildlich übereinstimmen. Deshalb bleibt bei uns die Original-Bestellung unverändert am Auftrag hängen, und die ausgelesenen Werte stehen daneben. Wie lange welche Unterlage in Ihrem Haus aufbewahrt wird, klären Sie mit Ihrem Steuerberater. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Absatz nicht.

Wo die Auftragserfassung in der Kette sitzt

Die Auftragserfassung ist das Mittelstück zwischen Angebot und Rechnung. Davor steht die Anfrage, aus der ein Angebot wird, beschrieben auf der Seite Angebotserstellung automatisieren. Danach folgen Lieferschein und Ausgangsrechnung, im Industriebetrieb oft mit Rückmeldungen aus der Fertigung, wie auf der Seite Industrieautomatisierung im Büro beschrieben. Wer die Kette von vorn automatisiert, hat später weniger Klärfälle. Ein Auftrag, der richtig angelegt wurde, erzeugt einen richtigen Lieferschein. Was eine solche Strecke kostet und was den Aufwand treibt, steht auf der Seite Kosten der Prozessautomatisierung.
Häufige Fragen

Was Sie vor dem Gespräch wissen wollen

Was bedeutet Auftragserfassung automatisieren?

Auftragserfassung automatisieren heißt, dass Bestellungen aus E-Mail, PDF, Scan oder Kundenportal automatisch ausgelesen werden. Danach werden sie gegen Kunden- und Artikelstamm geprüft und als Auftrag im ERP angelegt, ohne dass jemand Positionen abtippt. Abweichungen von der Regel gehen als Klärfall an den Innendienst.

Welche Bestellformate lassen sich automatisch erfassen?

Bestellungen im Mailtext, PDF-Anhänge, Excel-Listen, eingescannte Faxe und Downloads aus Kundenportalen. Strukturierte EDI-Nachrichten brauchen keine KI und laufen über feste Regeln. Handschriftliche Bestellungen sind möglich, aber fehleranfälliger. Sie gehen deshalb öfter als Klärfall an Ihr Team.

Ab wann lohnt sich automatisierte Auftragserfassung?

Eine feste Stückzahl nennen wir bewusst nicht. Es hängt an drei Größen: Bestellungen je Tag, Positionen je Bestellung und Anteil uneinheitlicher Formate. Bei wenigen Bestellungen mit wenigen Positionen rechnet es sich selten. Das sagen wir Ihnen im Prozess-Audit, bevor Sie Geld ausgeben.

Muss ich dafür mein ERP wechseln?

Nein. Die Automatik legt den Auftrag dort an, wo Ihr Team ihn heute anlegt: über eine Schnittstelle, ein Importformat oder die bestehende Erfassungsmaske. Ihr ERP und Ihre Stammdaten bleiben, wie sie sind.

Was passiert, wenn ein Artikel nicht erkannt wird?

Die Bestellung geht als Klärfall an die zuständige Person, mit markierter Position und einem Vorschlag, welcher Ihrer Artikel gemeint sein könnte. Bestätigt Ihr Team die Zuordnung, wird sie in die Zuordnungstabelle übernommen und gilt ab der nächsten Bestellung dieses Kunden.

Wie lange dauert die Einführung?

Das hängt vor allem am Zugang zum ERP und an der Zahl der Bestellformate. Nach dem Prozess-Audit bekommen Sie einen schriftlichen Ablaufplan für Ihren Fall. Die Strecke läuft zuerst parallel zum bisherigen Weg, damit nichts verloren geht.

Was kostet automatisierte Auftragserfassung?

Sie bekommen ein individuelles Angebot nach dem Prozess-Audit. Den Aufwand treiben die Zahl der Kanäle und Formate, der Zugang zum ERP und die Zahl der Sonderregeln. Die Kostentreiber stehen offen auf unserer Seite zu den Kosten der Prozessautomatisierung.

Wo werden Bestelldaten verarbeitet?

Auf Servern in Deutschland oder der EU, auf Grundlage eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Ihre Daten werden nicht zum Training fremder Modelle verwendet. Die Original-Bestellung bleibt unverändert am Auftrag.

Nächster Schritt

In 30 Minuten wissen, ob sich Ihr Auftragseingang automatisieren lässt

Sie beschreiben uns den Weg einer Bestellung durch Ihr Haus, wir sagen Ihnen am Ende des Gesprächs, wo der Hebel liegt und wo nicht. Kein Vertrag, keine Vorbereitung, kein Verkaufsgespräch.

  • Prozess-Audit, 30 Minuten: Ein Gespräch, ohne Vorbereitung
  • Beispielbestellungen und Regelwerk: Beispielbestellungen und Gespräche mit Ihrem Innendienst
  • Aufbau und Parallelbetrieb: Entwürfe prüfen und Abweichungen melden
Schritt 1 von 4

Welcher Ablauf kostet Ihr Team die meiste Zeit?